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Nach fünf Wochen endlich, wir konnten es kaum glauben aber wir und unsere Motorräder hatten es geschafft: Wir waren in der Mongolei angekommen. Sofort änderte sich das Landschaftsbild, die Weite der Steppe wurde bereits hinter dem Schlagbaum sichtbar und auch die erste Schafherde samt Reiter und Jurten konnten wir erblicken. Nach zwei Nächten in der Steppe sind wir in Ulan Bator in einem kleinen Jurtencamp am Rande der Stadt untergekommen. Es wird von Sabina, einer seid neun Jahren in der Mongolei lebenden Deutschen geleitet, die uns mit gutem Essen und vielen Infos versorgte.

Ulan Bator kann man mit dem Rest des Landes nicht vergleichen, hier läuft alles chaotisch im Überholschritt. Wie wir erfahren haben nicht nur der Straßenverkehr sondern auch das Arbeiten soll nach deutschen Verhältnissen einfach furchtbar sein, Arbeitsmoral existiert laut Michaels Bekannten, die bereits ein Jahr hier an der Uni weilt, nicht. Hilfssendungen aus Europa erreichen mit Sicherheit nicht die Bedürftigen sondern werden als große Geländewagen auf den Straßen umgesetzt. Der Bauboom ist hauptsächlich durch chinesische Arbeiter vorangetrieben, ausländische Investoren verlassen meist nach wenigen Jahren frustriert das Land; das Geld alle, die Maschinen runtergewirtschaftet bzw. für andere Sachen von den Arbeitern benötigt. Irgendwie scheint es trotzdem zu laufen, die Stadt macht einen quirligen Eindruck, den die Mongolen sind wahre Meister im Improvisieren (wie auch an unserer Unterkunft zu erkenen).

Aber wegen der Stadt waren wir ja nicht hauptsächlich hergekommen sondern wir wollten etwas von der grossartigen Landschaft sehen

Unsere erste Tour in die Steppe führte uns auf gesamt etwa 1600km meist unbefestigten Wegen zum Chöffsgol, dem zweitgrösten See in der Mongolei. Die Fahrt dahin war sehr abwechslungsreich, die hügelige Landschaft war häufig am wechseln zwischen Steppe, Blumenwiesen und Taiga. Michael hatte seine Freude am fahren im Gelände, er war kurz vor der Anmeldung fuer die nächste Paris Dakar Rally. Mit fehlender Dämpfung vorn und hinten fand ich das Gerüttel nicht ganz so lustig, aber es gehört nun mal zur Mongolei dazu. Doch durch die Eindrücke von unendlichen Staub und fast 40Grad im Schatten bleibt Michas Anmeldung wohl noch eine Weile in der Schublade bis sich die Sahara etwas abkühlt ;-)

Zurück zum Chöffsgol. Ein wirklich schöner absolut klarer See in hügelig bewaldeter Landschaft und entsprechend unzugänglich. Da unsere Mopeds irgendwo auch Grenzen hatten ( z.B. sich aus Schlammlöchern herauswühlen...) schafften wir es nicht, dass Zelt direkt am See aufzubauen, aber zumindest mit Blick auf diese blaue Perle.


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