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Unser eher zufällig gefundener Abstecher zu heißen Quellen erforderte dann noch fast Trialkünste von uns. Nach mehr als einstündiger Fahrt, wir waren schon der Meinung vorbeigefahren zu sein, kam tief im Tal ein kleines Dorf zum Vorschein mit Hütten in denen verschiedentemperaturiges Wasser herschte und welchen wo man auch nächtigen konnte. Die Betten waren aber furchtbar, Spiralfedern auf der ganzen Länge ohne jeglichen Rückenhalt. Da hätte man eigentlich früh die Behandlung gleich noch mal wiederholen müssen. Aus Sorge, bei der Massage wieder die Ohren lang gezogen zu bekommen oder für eine halbe Minute unter Wasser getaucht zu werden, verzichteten wir jedoch auf das ansonsten sehr entspannende Bad... Das Essenshaus der Kureinrichtung hatte das Flair eines FDGB-Ferienheimes aus den 70er Jahren; alles mit viel Mühe gemacht, aber eben schon lange her. Die etwas angewodkate Ärtztin gab ein Gesangsständchen und forderte uns anschließend zum Tanz auf. Wer uns und unser schweres Schuhwerk kennt, wird sicher schnell wissen, dass die gute Dame nicht ganz so auf ihre Kosten kam. Aber es war lustig..

Auf dem Rückweg wählten wir die unverbesserte unbestigte Straße, was nichts zur Qualität der verbesserten unbefestigten Straßen aussagen lässt. Jedenfalls musste Micha noch zweimal zum Gepäckträgerschweissen. Das eine Mal warteten wir eine Stunde. Wir wussten nicht worauf und ob überhaupt etwas passieren würde. Dann wurde es klar. Die soeben erneuerte Zapfsäule lieferte Sprit für den Traktor, der koppelte einen Anänger mit Generator an, welcher über die Kardanwelle angetrieben wurde. Über die Qualitaet der Kabel sag ich lieber nichts aber die Schweißung hielt bis nach Hause...


Nach der Rückkehr in Ulan Bator besuchten wir das Nadam in Zumood. Es war nicht so spektakulär wie gehofft und auch nur wenig Stimmung, interessant aber auf jeden Fall. Da wir ausnahmsweise die Fahrtorganisation in mongolische Hände legten, wo wir doch ansonsten alles selber in der Hand genommen hatten, langte uns der erste Tag schon und wir ließen uns zurück in die mongolische Hauptstadt fahren.

Unsere zweite Tour ging nach Karakorum, wovon ich dann allerdings nicht so viel hatte. Tags zuvor erwischten wir einen vermutlich umgekippten (chemisch-biologisch gesehen) Airak, den mein Verdauungssystem nicht recht abkonnte... Nach ein paar Tagen Ruhe und mit Hilfe von Joshu
und Anna , einem spanischen Paar welche mit einem Iveco 4x4 unterwegs waren, die mir eine spezielle Suppe aus Maniok kochten, ging es wieder besser doch die vergorene Stutenmilch probierte ich ab dem Zeitpunkt lieber nicht mehr. Michael spürte die Auswirkungen etwa eine Woche später mit den gleichen häßlichen Symptomen.


Mongolei I                                                                  Bilder Mongolei                                                                                 Mongolei III