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Die großen Städte Samara, Saratov und Omsk haben wir links liegen lasen. In Celjabinsk sind wir hineingefahren um eine Batterie für Michas Emme zu kaufen, es endete wieder in stundenlangen Umhergefahre in dem Riesenkaff. Natürlich gibt es auch da nette Leute und so trafen wir Artjem vom ansässigen Club zur Restaurierung historischer Fahrzeuge. Er zeigte uns auch paar seiner in der Garage auf Wiederbelebung wartenden Schätze aus der Vorkriegszeit.

Novosibirsk erschien dagegen recht übersichtlich und freundlich trotz seiner ebenfalls gut eine Millionen Einwohner. Wir mieteten für eine Nacht eine kleine Wohnung, was wieder zum Grundreinigen von uns und den Klamotten genutzt wurde. Danach fühlte sich die Motorradhose wieder wie eine solche an...kein Korsett mehr. Am selben Abend fuhren wir noch zum wöchentlichen Biker-Treffen in die Stadt, mit wieder lustigen Gestalten und herrlich modifizierten Isch's.

Unsere erste Banja konnten wir in Schumicha erleben. Wir mussten in der Kleinstadt wegen defekten Gasbowdenzug bei Micha's MZ anhalten. Der Hausbesitzer kam heraus, wollte mit helfen und lud uns zum Pelmeniessen ein, was wir dankend annahmen. Anschließend ließ er es sich nicht nehmen uns in seiner hauseigenen Banja abzuschruppen (hatte noch drei Tage danach Schmerzen beim Heben..) Der Haus- (und wohl das halbe Dorf) besitzerWalerie kam uns wie ein Russe aus dem Bilderbuch vor: Groß, stämmig, mit gewaltiger Stimme vor der ich des öfteren zurückschreckte. Bin ja nicht schwerhörig wie seine kürzlich verstorbene Mutter wohl zu sein schien. Ausserdem präsentierte er uns stolz seinen überall tätowierten Körper, so da waren leichtbekleidete Damen, Totenköpfe und auf dem Rücken den Kreml, echt der Hammer...

Weiter ging es Richtung Baikal, die nächste Stadt war Krasnojarsk, bis Irkutsk nur noch 1500km. Die Stadt ließen wir bis auf eine Übernachtung aus und machten uns weiter auf den Weg nach Ulan Ude, wo es erstmals deutlich asiatischer wurde. Bereits jetzt stand für uns fest, dass es mit der Durchfahrt durch die Mongolei zu dem westlichen Grenzübergang wohl nichts werden würde. Wir entschlossen uns eine Woche in Ulan Bator zu verbringen und dann die Umgebung mit möglichst wenig Gepaeck zu erkunden. Meine Stoßdämpfer waren bereits am Ende und die Strecke zum Altai würde BS4 (seit Tagen sonst problemlos laufend) sicher den Rest geben. Die von der Isch passten leider nicht so recht.

Sibirien ging für mich erst seit Kansk richtig los. Dort wurden die Wälder so richtig dicht und die Straßen so richtig sch... jeder deutsche Feldweg ist da besser. Aber letzteres hat sich zum Glück wieder gegeben, von Irkutsk zum Baikalsee gab es sogar eine richtige Traumstraße durch die Berge. Wenn das viele Gepäck nicht wäre...


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